Methodik Fischstäbchen
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Methodik fischstaebchen

Wie du mit einer cleveren Methode beim Fischstäbchen-Genuss ganz einfach CO₂ sparst – und dabei nichts an Qualität verlierst.

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Methodik Fischstäbchen

Unsere Ermittlung des CO2e-Fußabdrucks des ersten Einzelprodukts, iglo Fischstäbchen, basiert auf einer umfassenden Lebenszyklusanalyse (LCA = life cycle assessment), die zuverlässigste Methode auf Basis qualitativ hochwertiger Daten, so dass diese Ermittlung ISO14067-konform ist.

Der CO2e-Fußabdruck ist „Cradle to Grave“ („von der Wiege bis zur Bahre“). Dies ist ein Begriff, der erklärt, dass alle Emissionen vom Beginn der Beschaffung und Herstellung bis zum Ende der Lebensdauer des Produkts auf dem Teller einbezogen werden.

Insbesondere wurden die Auswirkungen der einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette wie folgt berücksichtigt:

Lebenszyklusphasen

Einbezogene Prozesse

Rohstoffproduktion: Fisch: Alaska Seelachs

  • Kraftstoffverbrauch der Fischereifahrzeuge
  • Ein Teil der für die Fischerei erforderlichen „Investitionsgüter“ (d. h. das Schiff selbst, Schmieröl, Antifouling-Farbe usw.)
  • Verwendung von Kältemitteln zum Kühlen und Einfrieren von Fisch an Bord von Fischereifahrzeugen
  • Energie, die für die Verarbeitung / Filetierung des Fisches benötigt wird

Rohstoffproduktion: Panade

  • Anbau von Weizenmehl, Salz, Rapsöl und Stärke für die Semmelbrösel
  • Verarbeitung dieser Rohstoffe zu Semmelbröseln

Rohstoffproduktion: Verpackung

  • Herstellung der Verpackungsmaterialien für die Fischstäbchen

Vorgelagerte Logistik

  • Transport der Rohstoffe von ihrem Produktionsort zum Nomad-Werk

Eigene Verarbeitung

  • Energie-, Abfall-, Wasser- und Kältemittelverbrauch, der erforderlich ist, um die Rohstoffe mit der Verpackung zum endgültigen Fischstäbchenprodukt zu verarbeiten

Nachgelagerte Distribution (Verteilung bzw. Logistik)

  • Transport der fertigen Fischstäbchen zum Händler über Vertriebszentren
  • Energieverbrauch, um die Fischstäbchen entlang der Verteilungsroute gefroren zu halten

Einzelhandel

  • Stromverbrauch, um die Fischstäbchen im stationären Handel in gefrorenem Zustand aufzubewahren

Anwendung beim Verbraucher

  • Stromverbrauch zur Aufbewahrung der Fischstäbchen in gefrorener Lagerung beim Verbraucher
  • Für die Zubereitung der Fischstäbchen ist Strom erforderlich (50% im Ofen und 50% in einer Pfanne gemäß den Anweisungen auf der Verpackung)
  • Entsorgung der Produktverpackung im deutschen Durchschnitt (99% thermische Abfallverwertung mit Energierückgewinnung)

Fischstäbchenproduktion: Von der Wiege bis zur Bahre

In diesem Untersuchungsprozess werden Daten gesammelt, die direkt unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, und für Prozesse, die einen großen Beitrag zur endgültigen Wirkung des Produkts leisten. Dies beinhaltet Daten aus den eigenen Prozessen, beispielsweise der Verarbeitung im eigenen Werk, Energieeinsatz, Kältemitteleinsatz etc., aber auch von den wichtigsten Lieferanten, beispielsweise des Fischs und der Zutaten für die Panade.

Beim Fischfang wurden die Daten direkt von den Alaska Seelachs-Lieferanten bezogen. Um hier nicht nur die günstigsten Emissionswerte eines einzigen Lieferanten als Berechnungsgrundlage herauszupicken, wurde ein Durchschnittswert auf Basis der Einkaufsvolumen mehrerer Lieferanten (zwei aus den USA und einer aus Russland) für die Berechnung zugrunde gelegt. Sofern keine direkten Daten für entsprechende Prozesse zur Verfügung standen, wurden sekundäre Daten hauptsächlich aus Ecoinvent v3.6, Agrifootprint 4.0 und der Product Environmental Footprint (PEF)-Methode bezogen.

Gemäß ISO 14067 wurde bspw. die Aufnahme von biogenem Kohlenstoff durch Photosynthese in Produkten nicht berechnet, da der gespeicherte Kohlenstoff am Ende der Lebensdauer freigesetzt wird und die Lagerzeit zu kurz ist, um einen signifikanten Einfluss auf die Ergebnisse zu haben.

Welche Methodik wurde verwendet?

Folgenabschätzungsmethode: Die Folgenabschätzungsmethode ordnet die Eingabedaten einer bestimmten CO2e-Auswirkung auf die Berechnung des endgültigen CO2e-Fußabdrucks. Die verwendete Folgenabschätzungsmethode war IPCC 2013 GWP 100a, einschließlich der Kohlenstoffdioxidrückkopplungen des Klimawandels für CO2- und Nicht-CO2-Substanzen. Diese Methode wurde vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) entwickelt und enthält die Faktoren zur Charakterisierung des Klimawandels von IPCC mit einem Zeitrahmen von 100 Jahren. Dies ist derzeit die am weitesten verbreitete Methode zur Folgenabschätzung zur Berechnung des globalen Erwärmungspotenzials.

Zuweisungsverfahren waren erforderlich, um einen Teil der Auswirkungen von Prozessen in der Lieferkette den Fischstäbchen zuzuordnen (d. h. wie viel des Kraftstoffverbrauchs für die Fischerei direkt den Fischstäbchen zugeordnet werden sollte). Die wirtschaftliche Allokation wurde hauptsächlich verwendet, was bedeutet, dass die Auswirkungen auf der Grundlage des wirtschaftlichen Werts der Produkte verteilt wurden. In Fällen, in denen dies nicht möglich oder nicht anwendbar war, wurden andere Ansätze verwendet, beispielsweise die Zuordnung nach Masse der Produkte.

Die Untersuchung wurde gemäß ISO 14067 (Treibhausgase - CO2e-Fußabdruck von Produkten - Anforderungen und Richtlinien für Quantifizierung und Kommunikation) einer Peer-Review unterzogen, um ihre Qualität zu untermauern und transparent an die Konsumenten zu vermitteln. Als ISO-konforme Untersuchung hat ein externer Gutachter (Peer Reviewer) die Ergebnisse validiert.