Wie bleibt Gemüse lange haltbar?

Wer leckeres und frisches Gemüse einkauft, möchte auch, dass dieses möglichst lange genießbar bleibt. Es gibt nichts Ärgerlicheres als voller Vorfreude zum Vorratsschrank zu gehen, um festzustellen, dass das Gemüse nicht mehr genießbar ist. In diesem Artikel geht es darum, wie diese Situation vermieden werden kann und wie man erkennen kann, ob das Gemüse noch haltbar ist.
So viel sei aber schon mal verraten: Tiefgekühltes Gemüse ist sehr viel länger haltbar und besser portionierbar als Gemüse aus der Frische-Abteilung. TK-Gemüse schont somit die Abfallsituation bedingt durch Haltbarkeit in den Haushalten.
Korb gefüllt mit grünen Bohnen

Die richtige Lagerung

Um Gemüse möglichst lange haltbar zu machen, ist die richtige Lagerung wichtig. Dabei kommt es darauf an, um welches Gemüse es sich genau handelt. Zuerst einmal ist es von Vorteil, wenn man über einen modernen Kühlschrank verfügt. Mit der neuesten Technik wird die Temperatur in den einzelnen Zonen im Kühlschrank optimal verteilt, teilweise werden sogar Licht und Luftfeuchtigkeit reguliert. Gleichzeitig sparen die meisten Geräte sehr viel Strom, sodass sich eine Investition meist schnell lohnt. Die meisten modernen Kühlgeräte verfügen mittlerweile über ein Gefrierfach, worin Lebensmittel zusätzlich einfach selbst eingefroren werden können, so dass sie länger haltbar sind und je nach Bedarf zubereitet werden können.

Aber Achtung: Nicht alle Gemüsesorten müssen im Kühlschrank gelagert werden. Kartoffeln oder Zwiebeln halten sich beispielsweise mehrere Monate, wenn sie an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort gelagert werden. Dafür eignet sich klassisch der Keller oder die Vorratskammer am besten. Der richtige Lagerort erhöht die Haltbarkeit vieler Lebensmittel deutlich. Zusätzlich sollte man Plastiktüten oder andere Verpackungen vor der Lagerung entfernen, so sammeln sich weder Flüssigkeiten noch Bakterien.

Wer weitere Informationen rund um das Thema Lagerung sucht, kann sich gerne auf der iglo Seite zum Thema Wie lagere ich Gemüse richtig informieren.

Erbsen in einer Schüssel

Wie lange sind Lebensmittel haltbar?

Auch wenn sich Gemüsesorten in vielen Aspekten deutlich unterscheiden, gibt es eine grobe Richtlinie für die Haltbarkeit. Dabei geht man davon aus, dass das Gemüse richtig gelagert wird und zusätzlich keine Schäden aufweist. Besonders durch kleine Verletzungen der Lebensmittel können Bakterien sehr schnell eindringen und sich vermehren. Knollen- und Wurzelgemüse halten sich sehr gut. So können Zwiebeln oder Kartoffeln beispielsweise ohne viel Aufwand mehrere Monate lagern.

Bei verschiedenen Kohlsorten ist die Haltbarkeit sehr unterschiedlich, diese kann aber durch die Verarbeitung, zum Beispiel zu Sauerkraut, deutlich erhöht werden. Blattgemüse dagegen hält sich in der Regel nicht länger als eine Woche, da das Gemüse sehr fein ist und es so viele Angriffspunkte für Bakterien bietet. iglo empfiehlt, sich einen Essensplan zu erstellen, damit nicht zu viele Lebensmittel entsorgt werden müssen. Wer sich sicher sein will, kann, direkt zu gefrorenem Gemüse greifen. Im Tiefkühlregal werden viele verschiedene Sorten und Varianten in leicht portionierbaren Größen angeboten, die in Punkto Nährstoffen, Frische und Geschmack überzeugen.

Hände die Grünkohlblätter in einem Korn berühren

Auch tiefgekühltes Gemüse läuft ab

Natürlich ist Tiefkühlgemüse eine gute Option, um Gemüse auch länger lagern zu können, aber auch gefrorenes Gemüse kann verderben. Das liegt daran, dass die Aktivität der verschiedenen Bakterien nur stark eingeschränkt, aber nicht komplett aufgehalten wird. Zusätzlich können Eis oder Bakterien die Lebensmittel befallen, wenn die Verpackung bereits geöffnet wurde. Man sollte also darauf achten, dass man sein Gemüse richtig verpackt und gegebenenfalls mit einem Gummiband oder ähnlichem verschließt, damit das Lebensmittel vor äußeren Einflüssen geschützt wird.

Tiefkühlgemüse ist eine gute Wahl in puncto Lagerung und Haltbarkeit: Man muss sich keine Gedanken über den bestmöglichen Lagerort machen und sie glänzen mit einer langen Haltbarkeit. Zusätzlich überzeugen der Vitaminerhalt durch schonende Schockfrostung und natürlich der lecker-frische Geschmack.

Rosenkohl auf einer Handfläche

Das Mindesthaltbarkeitsdatum

In der letzten Zeit wird das Mindesthaltbarkeitsdatum sehr kontrovers diskutiert. Dabei sollte man differenzieren, welche Lebensmittel man zu sich nimmt. Bei den meisten Lebensmitteln ist das Mindesthaltbarkeitsdatum nur eine Angabe über den frühesten Zeitpunkt, zu dem das Produkt laut Hersteller bedenkenlos genossen werden kann. Damit die Hersteller auf der sicheren Seite sind, geben sie in der Regel ein Datum an, das eher zu früh als zu spät ist. Bis zu diesem Zeitpunkt garantieren die Hersteller für ein einwandfreies Produkt in Bezug auf die Qualität des Geschmacks, Geruchs und der Konsistenz. Die meisten Lebensmittel sind aber länger haltbar als es auf der Verpackung angegeben ist.

Wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten ist, empfiehlt es sich, die Lebensmittel nicht sofort zu entsorgen, sondern zunächst mit den eigenen Sinnen zu prüfen, ob das Produkt noch verzehrt werden kann. Anders ist es allerdings bei Fleisch und Wurstwaren: Das Datum auf der Verpackung ist hier kein Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern das Verbrauchsdatum. Da Bakterien sich bei diesen Produkten sehr schnell verbreiten, sollte man lieber auf Nummer sicher gehen und die Lebensmittel bis zum angegeben Datum verzehren.

Insgesamt gibt es bei der Haltbarkeit von Gemüse und anderen Lebensmitteln einige Dinge zu beachten. Der wichtigste Tipp bleibt aber, sich auf seine eigenen Sinne zu verlassen und sich nicht nur an das Mindesthaltbarkeitsdatum zu halten.
Dann steht einer ausgewogenen und gesunden Ernährung mit Gemüse nichts mehr im Wege. Wer sich für weitere Themen rund um Gemüse, Gesundheit und Ernährung interessiert, kann sich auf der iglo Übersichtsseite zum Thema Gemüse informieren.