Knoblauch: Die Knolle für zahllose Gerichte

Knoblauch: Die Knolle für zahllose Gerichte
In viele herzhafte Gerichte kommen eine oder mehrere Knoblauchzehen, entweder im Ganzen oder zerkleinert. Sie runden unzählige Speisen ab – sei es eine würzig-frische Guacamole, ein indisches Curry oder ein deftiger Braten. Der Geschmack von Knoblauch ist schwer zu beschreiben; pur schmeckt er scharf mit einer süßlichen Note, manchmal auch schwefelartig.
Die Knolle darf in keiner Küche fehlen. Aber welche Sorten gibt es eigentlich? Wie lagert man Knoblauch richtig? Wie verarbeitet man Knoblauch beim Kochen am besten? Und wie wird man nach dem Schlemmen den unschönen Knoblauchgeruch wieder los?

Woher stammt Knoblauch?

Ursprünglich kommt Knoblauch vermutlich aus Zentralasien – auch heute ist China noch der größte Lieferant für die würzigen Zwiebeln. Knoblauch gehört zu den Lauchgewächsen und ist zum Würzen von Speisen weltweit beliebt.

Wer Knoblauch kauft, erhält meistens nur die Zwiebel der Pflanze. Sie wird je nach Sorte und Anbaubedingungen 50 bis 140 Gramm schwer. Ummantelt ist die Zwiebel mit vielen dünnen Häutchen, deren Färbung von Weiß über Rosa bis hin zu Violett reicht. Jede Knoblauchzwiebel besteht aus einer Hauptzehe und mehreren Neben- oder Tochterzehen (etwa 4 bis 20). Diese sind um die Hauptzehe herum angeordnet – je nach Anzahl in einer oder mehreren Lagen.

Knoblauch gibt es in vielen Arten und Formen:

  • Grüner Knoblauch besitzt keine Zwiebel und ähnelt frischem Lauch.
  • Frischer Knoblauch wird als Zwiebel mitsamt dem noch grünen, frisch abgetrennten Schaft verkauft; auch die Außenhaut ist noch sehr frisch.
  • Trockener Knoblauch zeichnet sich durch eine Zwiebel aus, deren Haut bereits vollständig getrocknet ist.
  • Halbtrockener Knoblauch ist die Zwischenstufe zwischen frischem und trockenem Knoblauch; Außenhaut und Schaft sind noch nicht vollständig getrocknet.
  • Bei geräuchertem Knoblauch handelt es sich um frischen Knoblauch, der sieben Tage im Rauch hing; die Außenhaut ist danach rot bis dunkelbraun. Die Räucherung ändert nichts am Geschmack des Knoblauchs, macht ihn aber länger haltbar.
  • Schwarzer Knoblauch entsteht, wenn man trockenen Knoblauch etwa drei Wochen fermentiert; die Außenhaut wird dadurch schwarz, die Zehen werden weich. Durch die Fermentierung entsteht ein eher süßliches Aroma, die typische Knoblauchschärfe nimmt ab.
  • Ackerknoblauch zeichnet sich durch seine außergewöhnlich großen Zwiebeln aus, die bis zu 500 Gramm schwer sein können. Die Außenhaut ist fest und hellbraun.
  • Schnittknoblauch bildet statt einer Zwiebel eine Staude mit langen, schmalen, fleischigen, grünen Blättern. Ebenfalls essbar sind die weißen Blüten der Knoblauchpflanze.
  • Solo-Knoblauch besteht aus nur einer Zehe mit einer weißen Außenhaut.

Knoblauch richtig anbauen, ernten und lagern

Knoblauch lässt sich problemlos im heimischen Garten anbauen. Pflanzzeit ist im Frühjahr und im Herbst. Der Abstand zwischen den Steckzwiebeln in einer Reihe sollte rund zehn Zentimeter betragen. Der Abstand zwischen den Reihen sollte bei etwa 25 Zentimetern liegen. Es genügt, die Zwiebeln etwa zwei bis drei Zentimeter tief in die Erde zu stecken. Die Knoblauchpflanze gedeiht am besten an einem sonnigen Platz. Besonders praktisch: Knoblauchpflanzen eignen sich für Mischkultur, beispielsweise mit Erdbeeren oder Karotten. Sie sorgen zudem dafür, dass die anderen Pflanzen besser vor Schädlingen geschützt sind, da der Knoblauchgeruch viele Schädlingsarten vertreibt.

Sobald sich das Laub der Pflanze gelb färbt, ist der Knoblauch erntereif. Es empfiehlt sich, die Knoblauchzwiebeln direkt nach der Ernte zu trocknen. Wer seinen Vorrat nicht sofort aufbraucht, der kann die Zehen bei Zimmertemperatur bis zu zwei Monate lang lagern. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt hält sich Knoblauch sogar neun Monate oder länger. Generell gilt: für die Lagerung immer einen kühlen, trockenen und geruchsicheren Ort auswählen.

Im Kühlschrank büßt Knoblauch deutlich an Aroma ein – die Lagerung im Keller ist die bessere Wahl. Ob Knoblauch noch frisch ist, lässt sich vor allem daran festmachen, ob die einzelnen Zehen noch fest sind und keine weichen oder gar schimmeligen Stellen aufweisen.

Knoblauch – ein Muss in vielen Gerichten

Knoblauch ist ein natürlicher Geschmacksverstärker – er überzeugt durch sein würzig-scharfes Aroma und eine süßliche Note. Getrockneter Knoblauch ist deutlich geschmacksintensiver als frischer. Das Knoblauch-Duo von iglo besteht aus Grünem und Weißem Knoblauch und ist die perfekte Würz-Kombination für vielerlei Speisen, zum Beispiel:

  • Dips und Saucen wie Aioli oder Zaziki
  • würzige Guacamole
  • selbstgemachtes Pesto
  • Fleisch- und Fischgerichte

Praktisch: Bleibt etwas vom würzigen Knoblauch-Duo übrig, kommt der Rest einfach bis zur nächsten Verwendung ins Gefrierfach. So hält sich das köstliche Knoblauch-Aroma länger und man kann noch weitere Gerichte damit verfeinern.

Wie vielfältig einsetzbar Knoblauch ist, beweisen zahlreiche köstliche iglo-Produkte, darunter das Schlemmer-Filet Bunte Karotten oder das Schlemmer-Filet Picante. Darüber hinaus ist Knoblauch auch eine Zutat in vielen vegetarischen iglo-Produkten – wie dem Würz-Spinat, Veggie Love Zucchini-Bulgur oder den Gemüse-Ideen Pesto.

Neben Salz und Pfeffer ist Knoblauch die erste Wahl, um herzhafte Speisen zu verfeinern. Eine klein gehackte Knoblauchzehe verleiht beispielsweise Hackbällchen mit Spinat, aber auch einem vegetarischen Rahm-Blumenkohl-Linsen-Curry oder einer Ziegenkäse-Pizza mit Mini-Blubbs eine angenehme Würze.

Tipps gegen den Knoblauchgeruch

So köstlich Knoblauch in Gerichten auch ist, so unangenehm ist der Geruch, den man nach dem Essen verströmt. Bis zu 20 Stunden kann es dauern, bis er wieder verflogen ist. Für den von vielen Menschen als unangenehm empfundene Geruch sind Abbauprodukte von Schwefelverbindungen wie Allicin verantwortlich. Wer Knoblauch isst, gibt diese Abbauprodukte über die Atemluft ab, zum Teil auch über die Haut.

Wie lässt sich der lästige Knoblauchgeruch möglichst effektiv und schnell wieder wegbekommen? Rasche, vorübergehende Abhilfe schaffen die ätherischen Öle von Minze, Salbei oder Petersilie. Dazu einfach einige Blätter der Kräuter zerkauen. Ebenfalls hilfreich kann das Kauen einer Kaffeebohne oder eines Stücks Zitrone sein. Wer den Knoblauch geschält und gehackt hat und den Geruch wieder von seinen Händen bekommen möchte, sollte etwas Kaffeesatz in seinen Händen verreiben oder die Hände mit einer Wasser-Essig-Mischung waschen und anschließend alles gründlich abspülen.