Gemüse richtig lagern für lange Haltbarkeit

Wer hat es nicht schon einmal erlebt, dass leckeres frisches Gemüse viel zu schnell schlecht wird oder nicht mehr schmeckt? Damit das nicht passiert, sollte man auf die richtige Lagerung achten. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Gemüsesorten.

In diesem Artikel erfährt man, wie Gemüse am besten gelagert werden kann, um möglichst lange Zeit genießbar zu sein.
Erntefahrzeug auf dem Feld

Wie lange wird Gemüse schon transportiert?

Um Gemüse richtig zu lagern ist es wichtig zu wissen, wie lange das Gemüse seit der Ernte bereits transportiert wurde. Besonders exotische Sorten, die lokal nicht gekauft werden können, haben meist eine sehr lange Reise hinter sich. Einige Gemüsesorten werden reif geerntet, andere unreif. Letztere reifen dann während des Transports oder in Reifehallen nach.

Beim Einkauf von Gemüse im Supermarkt ist dieses vielleicht tatsächlich schon sehr lange unterwegs und weniger frisch, als man vermutet. Daher ist es besonders wichtig, dass das Gemüse zuhause nicht noch zu lange gelagert, sondern zeitnah zubereitet und gegessen wird. Eine genaue Essens- und Einkaufsplanung ist daher lohnenswert.

Nahaufname eines Spinatfelds

Der richtige Ort für die Lagerung

Bei der richtigen Lagerung spielt der Ort eine wichtige Rolle. Dabei kommt es vor allem auf das Licht, die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur in der Lagerstätte an. Es ist schwierig, allgemeingültige Aussagen über die richtige Lagerung zu machen, da dies auch von den verschiedenen Gemüsesorten abhängt. Im Folgenden werden die richtigen Lagerungsweisen für die gängigsten Gemüse erklärt.

Salate und Blattgemüse

Blattgemüse und Salate wie Spinat, Mangold und Chicorée sollten im Kühlschrank in einem feuchten Tuch gelagert werden. Der beste Ort dafür ist das Gemüsefach, dort halten sich Salate und Co. dann mehrere Tage.

Hülsenfrüchte

Getrocknete Linsen halten sehr lange, wenn sie in einem guten Vorratsbehälter trocken gelagert werden. Frische Bohnen und Erbsen dagegen halten nur wenige Tage, auch im Kühlschrank. Wer Bohnen und Erbsen lange lagern möchte, sollte deshalb unbedingt zur getrockneten oder schockgefrosteten tiefgekühlten Variante greifen.

Hände die Erde halten

Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch

Diese Sorten eignen sich sehr gut für den Keller. Wichtig ist, dass sie kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert werden. Wie bei allen Gemüsesorten sollten Zwiebeln und Kartoffeln nicht in Tüten, sondern besser lose gelagert werden. Es gilt: je schärfer die Zwiebel desto länger ist sie haltbar. Auch wenn für Kartoffeln und Zwiebeln die gleichen Bedingungen gelten, sollte man sie nicht in unmittelbarer Nähe lagern, da Zwiebeln sonst die Feuchtigkeit der Kartoffeln aufnehmen und schneller schimmeln.

Pilze

Die meisten Pilze sind sehr empfindlich und sollten relativ schnell verzehrt werden. Am besten lagert man sie im Kühlschrank und verbraucht sie innerhalb weniger Tage. Sind die Pilze verpackt, nimmt man sie am besten aus der Verpackung und lagert sie in einer Papiertüte oder in einem feuchten Geschirrtuch.

Hände die kleine rote Chillis halten

Bereits beim Einkaufen aufpassen

Neben diesen vielen praktischen Tipps gibt es auch ein paar Dinge, die man schon während des Einkaufs von Gemüse beachten kann. Am wichtigsten ist natürlich, dass frisches Gemüse gekauft wird, welches keine Anzeichen von Schimmel oder Druckstellen zeigt. Das Problem ist weiterhin, dass sich Schimmel oder andere Dinge von einem Lebensmittel auf das andere übertragen können. So kann ein Apfel, der verdorben ist, die ganze Ernte bzw. das ganze Lager befallen und unbrauchbar machen.

Weiterhin sollte beim Einkauf darauf geachtet werden, dass es sich um Gemüse aus der aktuellen Saison handelt. In einigen Wochen im Jahr wird Gemüse aus der aktuellen und der letzten Saison angeboten. Die Sorten aus dem letzten Jahr können natürlich deutlich kürzer gelagert werden und verderben viel schneller. Das Gemüse sollte knackig und frisch aussehen und möglichst gekühlt gelagert sein, gerade Beeren und Salate.

Hand die zwei Stangen Lauch berührt

Gemüse lagern und Ethylen

Wenn es um die richtige Lagerung von Gemüse geht, spielt die organische Verbindung Ethylen eine wichtige Rolle. Unter den verschiedenen Gemüsesorten gibt es Gemüse, welches dieses Gas beim Reifungsprozess absondert, aber auch Gemüse, welches empfindlich gegenüber Ethylen ist. Die entsprechenden Sorten sollten also nicht nahe beieinander gelagert werden, da ansonsten die empfindlichen Sorten zu schnell reifen und verderben. Zu den empfindlichen Sorten gehören Blattgemüse, Erbsen, Brokkoli, Zucchini, Gurken, Paprika und Möhren. Dagegen geben Lauch und Tomaten Ethylen ab.

Ein weiterer Tipp: Am besten sollte der Lagerort regelmäßig gelüftet werden, damit sich nicht zu viel Ethylen im Raum anreichern kann. Wer jedoch möchte, dass einige Lebensmittel noch nachreifen, kann diese gut in der Nähe von Tomaten lagern, damit sie schneller reifer werden.

Insgesamt sollten bei der Lagerung von Gemüse einige Punkte beachtet werden. Besonders der Kauf von unverarbeitetem Gemüse aus der Gemüseabteilung und die anschließende Lagerung bei der richtigen Temperatur, dem optimalen Ort und dem richtigen Licht sind zu berücksichtigen. Bei einigen Gemüsesorten empfiehlt es sich, auf die tiefgekühlte Variante zurückzugreifen. Zwar hat auch Tiefkühlgemüse ein Mindesthaltbarkeitsdatum, dieses liegt aber deutlich weiter in der Zukunft und auch die Sorge um die richtige Lagerung erübrigt sich.

Einfach in die Tiefkühltruhe legen und jederzeit zur Hand haben. Wer sich für weitere Themen rund um Gemüse, Kochtipps und Ernährung interessiert, kann sich auf der iglo Übersichtsseite zum Thema Kochtipps informieren.