Kann Spinat die Zähne färben?

Viele Umfragen haben gezeigt, dass Männer und Frauen bei anderen Menschen als erstes auf die Zähne achten. Ein strahlendes Lachen ist die beste Visitenkarte. Gut gepflegte Zähne sind ein absolutes Muss. In Sachen Spinat hält sich hartnäckig der Glaube, dass das Gemüse die Zähne verfärbt.
Was an dem Mythos wirklich dran ist und welche Lebensmittel oder externe Faktoren das natürliche Zahnweiß gefährden verrät dieser Artikel.
Spinatblätter von oben

Wie Zähne gefärbt werden

Zähne können sich auf die verschiedenste Weise verfärben. Ein Teil der Verfärbung passiert aber mehr oder weniger von ganz alleine. Mit dem Alter wird der Zahnschmelz immer dünner. Schuld ist die langsame Abnutzung beim Kauen und Zähneputzen. Dagegen kann man nur wenig tun. Äußere Faktoren, durch die sich beispielsweise Farbstoffe aus der Nahrung im Zahnschmelz einlagern, lassen sich mit einigen Tipps vermeiden oder bekämpfen.
Farbpigmente gelangen meist durch kleinste Risse in den Zahnschmelz und sorgen so für eine Verfärbung. Solche Pigmentablagerungen lassen sich mit einer professionellen Zahnreinigung beim Zahnarzt gut entfernen. Einige Verfärbungen wie beispielsweise durch Tee können allerdings sehr hartnäckig und auch am Zahnfleisch sowie dem Zahnhals sichtbar sein. Wenn die Zahnreinigung in diesen Fällen nicht ausreicht, ist ein Bleaching die letzte Lösung. Das Aufhellen der Zähne überlässt man am besten einem Zahnarzt, um mögliche Schäden am Zahnschmelz zu vermeiden.
Spinaternte mit einem Traktor

Färbt Spinat die Zähne?

Eine häufig genannte Ursache für Zahnverfärbung ist die Oxalsäure, die in Spinat aber auch Rhabarber oder Sauerampfer enthalten ist. Auslöser hierfür ist Calciumoxalat, welches sich durch die Verbindung von Oxalsäure mit Kalzium bildet. Wenn also Spinat oder Rhabarber gemeinsam mit kalziumreichen Milchprodukten gegessen wird, kann das unlösliche Salz auf den Zähnen zurückbleiben. Hier hilft, die Kombination von oxalsäurehaltigen Gemüsesorten mit Milchprodukten zu vermeiden.
Außerdem sollten nicht sofort nach dem Verzehr die Zähne geputzt werden, da der geschädigte Zahnschmelz durch die Reibung weiter belastet wird. Am besten man versucht bereits vor dem Essen, den Gehalt an Oxalsäure zu minimieren. Rhabarber kann ganz einfach geschält werden, da in der Schale die meiste Oxalsäure enthalten ist.
Bei Spinat hilft kurzes Blanchieren oder die Wahl von Tiefkühlspinat, bei dem in der schonenden Verarbeitung bereits große Teile (30 bis 80 %) der Oxalsäure zerstört oder ins Kochwasser abgegeben werden. Wenn man diese einfachen Tipps beachtet und regelmäßig einen Zahnarzt aufsucht, ist der Verzehr von Spinat kein Problem für die Zähne. Stattdessen lässt sich die Farbkraft von Spinat ganz einfach positiv einsetzen – wie z.B. als natürliche Weise um Ostereier zu färben.
Spinatpflanzen mit Morgentau

Welche anderen Nahrungsmittel die Zähne färben

Die bekanntesten Nahrungsmittel, die unsere Zähne färben, sind Kaffee und schwarzer Tee. Schuld ist der hohe Gehalt an Säure, die den Zahnschmelz angreift. Aber auch andere Lebensmittel wie Heidelbeeren, Brombeeren oder Rotwein können für einen dunklen Belag auf den Zähnen sorgen.
Eine einfache Regel, die sich gut merken lässt: Alles was auf der Kleidung Flecken macht, kann auch die Zähne verfärben. Entscheidend ist die Menge. Am besten man trinkt nicht zu viel Tee oder Kaffee und kocht Gemüsesorten mit viel Oxalsäure lieber als sie roh zu essen. Auch beim Zähneputzen sollte darauf geachtet werden, dass man ca. eine halbe Stunde nach dem Essen vergehen lässt, damit die Zähne nicht zusätzlich geschädigt werden.
Drei Personen mit Kittel überprüfen Spinat und Gemüse

Sonstige Faktoren, die die Zähne färben

Neben verschiedenen Lebensmitteln können auch andere Faktoren die Zähne verfärben. Dazu gehören verschiedene Medikamente. Antibiotika der Gruppe der Tetrazykline zum Beispiel hinterlassen bei Kindern eine graue oder braune Verfärbung, die ein Leben lang auf den Zähnen bleibt. Hier hilft auch ein Bleaching nicht. Inzwischen werden die Medikamente deshalb bei Kindern nicht mehr verordnet. Auch bei einer Tumorbehandlung im Mundraum kann es zu einer Verfärbung der Zähne kommen.
Die wichtigste Ursache für verfärbte Zähne aber ist das Rauchen. Das Nikotin im Tabak hinterlässt einen gelben oder braunen Rückstand auf den Zähnen, der oft tief in den Schmelz und in die Zahnzwischenräume gelangt. Durch normales Zähneputzen lassen sich die Verfärbungen dann nicht mehr entfernen. Eine professionelle Zahnreinigung oder ein Bleaching können helfen. Wer allerdings danach wieder raucht, kann gleich einen neuen Termin beim Zahnarzt vereinbaren.
Insgesamt gibt es ein paar Dinge zu beachten, wenn man ein weißes, strahlendes Lächeln behalten möchte. Bei detaillierten Fragen und für weitere Tipps hilft der Zahnarzt gern weiter. iglo Spinat im Speziellen lässt sich bedenkenlos genießen, da das Gemüse vor dem einfrieren frisch blanchiert und so ein großer Teil der Oxalsäure unschädlich gemacht wird.
Weitere Informationen rund um Ernährung und Gesundheit liefert die Übersichtsseite zum Thema Spinat.