NACHHALTIG ESSEN FÜRS KLIMA!

Tofu, Seitan, Erbsenprotein, Jackfrucht – die Liste an Lebensmitteln, die als Fleischersatz dienen, wird immer länger. Und das ist auch gut so! So gibt es viel Abwechslung auf dem Teller, wenn man neugierig auf pflanzliche Fleischalternativen ist oder einen „Meatless Monday“ einlegen will.
 



Doch Fleischersatz ist nicht gleich Fleischersatz. Das gilt sowohl für den Geschmack als auch die Textur – und auch in puncto Nachhaltigkeit gibt es Unterschiede.

Tofu

Tofu als Fleischersatz ist das wahrscheinlich bekannteste Ersatzprodukt. Es hat in der asiatischen Küche eine lange Tradition, ist aber auch in unseren Breitengraden in der veganen und vegetarischen Ernährung sehr beliebt. Tofu wird aus Sojabohnen hergestellt und kann anschließend entweder direkt gegessen oder zu anderen Produkten weiterverarbeitet werden, etwa zu Tofuwürstchen.

Beim CO2-Fußabdruck des Tofus spielt das Herkunftsland der Sojabohnen eine große Rolle. Wichtige Anbaugebiete sind die USA und Brasilien. Für Tofu- und Sojaprodukte, die in Deutschland verkauft werden, wird aber zumeist Soja aus europäischem Anbau verwendet. Das verringert die Transportwege und wirkt sich günstig auf den ökologischen Fußabdruck aus. Der beträgt pro Kilogramm Tofu rund 2,8 Kilogramm CO2.

Jackfrucht

Eine Frucht als Fleisch? Das klingt erstmal seltsam. Die Jackfrucht, auch Jackfruit genannt, wird gerne als Fleischersatz genutzt, weil ihre Konsistenz an Hühnchenfleisch erinnert. Das funktioniert aber nur, wenn die Frucht unreif geerntet wurde, da sie reif zu süß schmeckt. Das unreife Fruchtfleisch hat keinen starken Eigengeschmack und kann so gut mariniert und gekocht werden.

Doch wie umweltverträglich ist die Jackfrucht? Die Produktion von 1 Kilogramm Jackfrucht hat einen CO2-Fußabdruck von ungefähr 0,9 Kilogramm. Allerdings sind dabei die Transportwege nicht eingerechnet, weil es dafür keine öffentlichen Zahlen gibt. Da die Früchte aber aus tropischen Gebieten wie Indien, Thailand oder Sri Lanka importiert werden müssen, wird dies einen negativen Einfluss haben.

Seitan aus Weizen

Seitan stammt wie Tofu ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Seitan an sich hat nur einen geringen Eigengeschmack, die Textur ähnelt aber der von Fleisch. Mithilfe von Gewürzen kann Seitan daher sehr gut zu Fleischersatz verarbeitet werden. Der Grundstoff ist Weizenmehl, das mit Wasser ausgewaschen wird, bis nur noch das klebrige Weizeneiweiß, das Gluten, übrigbleibt. Für Leute, die kein Gluten essen können oder wollen, ist Seitan daher nicht geeignet. Bei der Produktion von 1 Kilogramm Weizenmehl entstehen etwa 1,68 Kilogramm Treibhausgasemissionen.

Erbsenprotein

Ein weiteres Gemüse, das gerne für Fleischersatz genutzt wird, ist die Erbse. Jeder kennt die kleinen grünen Murmeln und hat sie bestimmt auch schon mal gegessen. Für die Fleischalternative wird aber normalerweise nicht die Erbse an sich, sondern nur das Erbsenprotein verwendet. Und das hat es in sich! Wie der Name schon sagt, enthält es viel Protein und ist daher eine gute Alternative für Fleisch.

Das Positive an Erbsenprotein als Fleischersatz: Der Rohstoff, die Erbse, wächst auch im europäischen Raum, etwa in Deutschland oder Frankreich. Er muss also, anders als beispielsweise die Jackfrucht, nicht erst aus fernen Ländern importiert werden. Vom Anbau bis zum Transport entstehen bei den vegetarischen Hackbällchen von iglo deshalb nur etwa 1,8 Kilogramm Treibhausgase.

Welche Fleischalternative ist die beste?


Egal, ob Nachhaltigkeit bei der Entscheidung für Fleischersatz eine Rolle spielt oder nicht: Wer sich für pflanzliche Fleischalternativen entscheidet, entscheidet sich auch für eine klimafreundliche Alternative. Dabei gibt es durchaus Unterschiede. So schneiden Seitan und Hackbällchen aus Erbsenprotein mit 1,68 kg bzw. 1,8 kg Treibhausemissionen besser ab als Tofu mit 2,8 kg Emissionen und die Jackfrucht, die erst aufwändig importiert werden muss.

Auch als Proteinquelle kann der Fleischersatz überzeugen. Tofu und Hackbällchen aus Erbsenprotein liefern ganze 16 Gramm Proteine pro 100 Gramm, Seitan sogar 28 Gramm pro 100 Gramm.








Seitan hat allerdings einen Nachteil: Es besteht zum Großteil aus Gluten. Manche Leute vertragen dies nicht oder wollen darauf verzichten. Das Gleiche gilt für Soja. Erbsenprotein gilt hingegen allgemein als gut verträglich.

Erbsenprotein ist zudem sehr wandelbar und lässt sich etwa zu veganen Hackbällchen, veganem Geschnetzelten oder veganen Burgern verarbeiten. Viele Fleischgerichte lassen sich mit diesen pflanzlichen Produkten ganz vorzüglich nachkochen. Also am besten gleich selbst ausprobieren – mit den Green-Cuisine-Produkten von iglo!