Nachhaltiger und ökologischer Fischfang

Die Meere werden immer stärker leergefischt. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen ist unabdingbar. Auch Fischer und Unternehmen sind aufgerufen, nachhaltig zu wirtschaften.
Gleichermaßen gilt es, Konsumenten die Wichtigkeit von nachhaltig gefangenem Fisch bewusst zu machen. In diesem Artikel wird beleuchtet, worauf es bei nachhaltigem Fischfang ankommt und wie iglo das Thema aktiv umsetzt.
Älterer Mann fasst sich an seine Mütze

Qualität hat ihren Preis

Dass unsere Meeresfische zu 100% MSC-zertifiziert sind, ist kein Geheimnis. Bekannt ist auch, dass hochwertige, nachhaltige und faire Produkte fair entlohnt werden müssen. Da die Nachfrage nach solchen Fischprodukten wie etwa Alaska Seelachs global stetig steigt, steigen auch die Preise für diesen Fisch. Hierüber wurde von unabhängigen Medien bereits umfassend berichtet.

Wir von iglo wollen und werden euch auch weiterhin den frischesten, besten und nachhaltigsten Fisch anbieten, so dass ihr unsere Produkte in gewohnt leckerer Qualität genießen könnt.

Ein in Meer liegendes Schiff vor Gebirge

Die aktuelle Situation der Weltmeere

Trotz der unzähligen Informationen in den Medien ist vielen Menschen die aktuelle Lage der Weltmeere nicht bewusst. Dabei sieht es in den Weltmeeren bereits heute sehr kritisch aus. Große Fische, die sich nur sehr langsam vermehren sind stark gefährdet. Laut verschiedenen Quellen ist ungefähr die Hälfte der Fischbestände so stark befischt, dass eine Steigerung nicht möglich wäre, ohne langfristig zu einem Aussterben verschiedener Arten zu führen. Viele Arten, die bereits stark vom Aussterben bedroht sind, können sich kaum oder nur sehr langsam erholen.

Neben dem extensiven Fischfang sind Überdüngung und Plastikmüll in den Weltmeeren weitere Probleme. So werden die geringen Fischbestände stetig weiter belastet. Größere Umweltkatastrophen, wie das Auslaufen von großen Ölmengen ins Meer, sorgen darüber hinaus für großes Massensterben. Auch der Beifang trägt zusätzlich negativ zu diesen Problemen bei.

Fische im Meer

Das Problem mit dem Beifang

Das größte Problem bei der Herstellung von Fischprodukten ist der Beifang. Nach Angaben des WWF fallen pro Jahr rund 300.000 Wale und Delfine, 300.000 Seevögel, mehrere Millionen Haie und 250.000 Meeresschildkröten der Fischerei mit Grundschleppnetzen zum Opfer. Das Problem dabei ist, dass der Beifang nicht dokumentiert wird und somit in keine Fangquoten mit einfließt. Der Beifang wird oft direkt im Meer entsorgt. In den Grundschleppnetzen verfangen sich häufig auch Muscheln oder Seesterne, während an Haken der sogenannten Langleinen oft verschiedene Seevögel gefangen werden. Ein Grund den Beifang unbedingt zu reduzieren und verschiedene Maßnahmen zu ergreifen.

Mit verschiedenen Signalgebern können Delfine von den Netzen ferngehalten werden. Außerdem kann der Fang von Vögeln verringert werden, indem Haken an Langleinen anders befestigt werden. Die beste Methode ist der selektive Fischfang, der sich nur auf eine Fischart konzentriert und den Beifang deutlich reduzieren kann. Ein beträchtlicher Teil des Beifangs ist Plastik. Da die Entsorgung auf dem Schiff sehr kompliziert ist, wird der Müll oft ins Meer geworfen. Eine weitere Aufgabe besteht deshalb darin, den Fischern das nachhaltige Müllentsorgen zu erleichtern.

Mann mit wasserfester Kleidung auf einem Schiff

Fisch aus dem Meer oder gezüchteter Fisch?

Ist man sich den Problemen des Beifangs und der überfischten Meere bewusst, stellt sich die Frage, ob besser gezüchteter oder wilder Fisch konsumiert werden sollte. Bei Aquakulturen werden Teiche oder auch Käfige im Meer genutzt, um verschiedene Fischarten zu züchten. Die Frage nach der richtigen Quelle von Fisch sollte dabei differenziert betrachtet werden. Positiv zu bewerten ist, dass kein Beifang entstehen kann und die Meere weniger belastet werden.

Die intensive Haltung der Fische, die Dichte an Fischen in den Gewässern und das geschwächte Immunsystem durch den Stress der Fische machen die Fische in Aquakulturen jedoch anfällig für verschiedene Krankheiten und Verletzungen. Da auch Fische Schmerzen empfinden können, wird diese Tierhaltung von verschiedenen Organisationen kritisiert. Darüber hinaus sind auch die ökologischen Folgen nicht zu unterschätzen. Meere werden durch Aquakulturen, speziell durch Ausscheidungen der Fische, tote Fische und Fischfutter überdüngt. Teilweise werden Antibiotika und weitere Medikamente gegen Krankheiten und Parasiten eingesetzt. Diese Stoffe können die Ökosysteme der Meere belasten und auch gesundheitliche Folgen für den Menschen haben. Des Weiteren können nur pflanzenfressende Fische den Meeresbestand wirklich entlasten.

Insgesamt ist die Frage nach dem richtigen Fischfang nicht einfach. Jeder sollte für sich entscheiden, welchen Fisch er aus welcher Quelle konsumieren möchte. Qualitätssiegel, die nachweisen, dass der Fisch aus einer nachhaltigen Quelle stammt können bei der Wahl nach dem richtigen Fischprodukt sehr hilfreich sein.

Logo des MSC

Die Bedeutung von Qualitätssiegeln

Auf vielen Produkten lassen sich zahlreiche Qualitätssiegel und Nachhaltigkeitssymbole entdecken. Doch was bedeuten diese Siegel wirklich und woran kann man nachhaltigen Fisch erkennen? Der Faktor der Nachhaltigkeit ist sehr wichtig, da die Verbraucher am besten etwas an der aktuellen Situation ändern können, indem sie bewusst nachhaltigen Fisch kaufen. Ein Beispiel für ein Qualitätssiegel, das auf nachhaltige Fischerei hinweist ist das MSC (Marine Stewardship Council) Siegel. Es signalisiert dem Verbraucher, dass es sich um ein Produkt aus garantiert umweltverträglich bewirtschafteter Fischerei handelt. Der Beifang wird dabei auf ein Minimum reduziert, die Fischbestände werden beim Fischfang berücksichtigt. iglo als Mitinitiator des MCS-Siegels manifestierte bereits vor 20 Jahren das eigene Engagement für verantwortungsvolle Fischerei.

Neben weiteren Gütesiegeln gibt es jedoch auch schwarze Schafe. Viele unbekannte Siegel haben nur sehr geringe Kriterien oder wurden komplett selbst erstellt. iglo rät beim nächsten Einkauf auf ein verbreitetes und etabliertes Siegel wie z.B. MSC zu achten, um einen Beitrag zu einem gesünderen Ökosystem im Meer zu leisten.

Fischschwarm im Meer

Unser iglo-Versprechen

Das iglo-Versprechen garantiert Verbrauchern bis heute gleichzeitig beste Produktqualität sowie Nachhaltigkeit durch den Fischbezug aus verantwortungsbewussten Quellen. Mit dem Herkunftscode auf jeder iglo-Packung kann der Fisch bis zum Fanggebiet zurückverfolgt werden. Wir bei iglo sind stolz darauf, dass mittlerweile das gesamte iglo Fisch Sortiment aus bestandserhaltender Fischerei stammt und zu rund 98 Prozent mit dem MSC-Siegel ausgezeichnet ist.

Ziel des nachhaltigen Fischfangs sind die Balance der Fischbestände und schonende Fangmethoden. So sollen auch die nächsten Generationen in den Genuss eines Fischgerichts kommen.

Insgesamt gibt es beim Thema nachhaltiger Fischfang einige Punkte zu beachten. Fisch sollte immer nur aus verantwortungsbewussten Quellen konsumiert werden.
Wer diese Kriterien beachtet, kann weiterhin mit gutem Gewissen Fisch genießen. Wissenswertes rund um Fisch, Fischfang und Ernährung gibt es auf unserer Übersichtsseite zum Thema Fisch.