Linsen – Tipps zum Anbau im eigenen Garten

Sie sind reich an Protein und es gibt sie in einer großen Vielfalt an Farben, Formen und Geschmacksrichtungen – zudem sind sie Bestandteil vieler traditioneller und auch moderner Rezepte:
Es ist kein Wunder, dass Linsen immer beliebter werden und sich so mancher Gärtner für Linsen und ihren Anbau interessiert. Auch in Deutschland lassen sich die Hülsenfrüchte anbauen, dabei gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten.
Linsen und Bohnen in Schale von oben

Warum Linsen eine beliebte Kulturpflanze sind

Weltweit gibt es rund siebzig verschiedene Linsensorten, und in einigen Ländern gehören die kleinen Hülsenfrüchte (Link zu allgemeinem Hülsenfrüchtetext) sogar zu den Grundnahrungsmitteln. Es gibt die kleinen Samen in verschiedenen Farben und Größen – für die unterschiedlichen Gerichte verwendet man sowohl geschälte als auch ungeschälte Linsen. Die roten und gelben Linsen sind häufig Bestandteil indischer Dals und cremiger Brotaufstriche, die Berglinsen oder Belugalinsen verfeinern jeden Salat und Tellerlinsen bereichern Suppen, Bratlinge und viele andere deftige Speisen.

Ein wesentlicher Grund, warum Linsen inzwischen von immer mehr Menschen angebaut und gegessen werden, ist ihr hoher Proteingehalt. Vegetarier und Veganer, die auf tierisches Eiweiß verzichten, können also auf Linsen als Eiweißlieferanten zurückgreifen.

Bei all ihren Vorzügen verwundert es nicht, dass die Linse schon seit Jahrtausenden eine Kulturpflanze ist. Im alten Ägypten war sie genauso beliebt wie in Persien – sogar im Alten Testament wird sie erwähnt. Auch in Mitteleuropa ist sie verbreitet. Ihre Hauptanbaugebiete liegen unter anderem in Russland, Nordamerika und Spanien. In Deutschland wird sie allerdings kaum noch angebaut. Dabei ist die Linse nicht nur unkompliziert in der Pflege, sondern ihr Samen ist auch überaus schmackhaft. Gute Gründe, sie auch im eigenen Garten anzupflanzen.

Wie sieht die Linsenpflanze aus und was braucht sie zum Wachsen?

Ursprünglich kommt die Linse aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien – botanisch gehört sie zu den Leguminosen - Schmetterlingsblütlern (Hülsenfrüchtler, Fabaceae). Die Linsenpflanze wächst buschig, mit feinen Sprossen, die zwischen 20 und 50 Zentimeter lang werden. Ihre Blüten, in denen die Samen reifen, sind bläulich-weiß. Auf den ersten Blick kann die Linse leicht an eine Erbsenpflanze oder eine Wicke erinnern.

Linsen bestäuben sich selbst und sind in den meisten Fällen einjährig, können bei einem besonders warmen Klima aber auch mehrjährig sein. Überhaupt ist ein trockenes, warmes Klima ideal für die Linse – ebenso wie Böden, die nicht zu feucht sind, dafür nährstoffarm, kalkhaltig, sandig oder vulkanisch.

Die Linse benötigt zwar ein spezielles Klima und einen geeigneten Boden, doch wenn beides stimmt, braucht sie während ihres Wachstums nicht viel Pflege. Es ist sogar so, dass sie einen für Landwirtschaft und Gartenbau interessanten Vorteil bietet: Sie reichert die Böden mit Stickstoff an. Dadurch versorgt sie sich selbst und andere Pflanzen mit natürlichem Dünger.

Eine Besonderheit bei Anbau und Ernte von Linsen: Sie brauchen eine Stützfrucht, an der sie sich hochranken können und die sie vor Schäden durch Regen und Wind schützt. Diesen Zweck erfüllt zumeist ein Getreide wie Hafer. Bei der Ernte müssen dann die einzelnen Samen von Getreide und Linse auseinandersortiert werden. Beim Großanbau gibt es dafür Siebe, zu Hause muss man aber meist selbst Hand anlegen und sortieren. Alternativ kann man ein Rankgitter verwenden, wenn man Linsen pflanzen möchte.

Erde in zwei Handflächen

Linsen: Tipps für den Anbau im eigenen Garten

Das Beste beim Linsenanbau ist, dass es eine pflegleichte Pflanze ist, die bei den richtigen Bodenbedingungen keinen Dünger braucht. Weniger gut ist, dass man nicht mit großen Erträgen rechnen kann. Aber das ist bei einem privaten Anbau meist zu vernachlässigen – zudem entschädigt die Linse durch ihr pflegeleichtes Wesen.

Es sollte schon etwas wärmer sein, wenn das Linsen-Saatgut in den Boden kommt. Die Aussaat erfolgt deshalb je nach Klima im April oder Mai. Vorher muss der Boden aber von Unkraut befreit und gegebenenfalls mit Phosphorsäure und Kali angereichert werden. Die Saat sollte ganze sieben Zentimeter tief in die Erde eingebracht werden: So können hungrige Vögel sie nicht stibitzen. Das ist aber auch schon alles, was es zu beachten gibt. Reif für die Ernte sind sie, sobald sich die Hülsen bräunlich färben. Es kann dabei durchaus vorkommen, dass im unteren Teil der Pflanze die Samen schon reif werden, während der obere Teil der Pflanze noch Blüten trägt.

Pita von oben

Linsen lohnen sich im Garten und auf dem Teller

Linsen können also, wenn man ihnen den richtigen Boden und ein warmes Klima bietet, durchaus im heimischen Garten wachsen. Schön genug, um einfach nur Zierpflanzen zu sein, sind sie allemal. Je nach Anbaumenge und Linsengröße kann man darüber hinaus aber auch ein paar Handvoll der proteinreichen Linsen ernten. Außerdem lohnt sich der Anbau schon allein für den Stickstoff, mit dem die Pflanzen die Erde düngen. Und wenn man praktisch nebenher noch eine Portion pflanzlicher Proteine durch den Anbau gewinnt, umso besser. Je nach Linsenart passen die kleinen Hülsenfrüchte zum Beispiel in einen Eintopf, einen Salat oder als gehaltvolle Beilage zu Fisch und Fleisch.

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