Tiefkühlware wie Gemüse richtig auftauen

Tiefkühlware wie Gemüse richtig auftauen
Tiefkühlware wird in vielen Haushalten immer beliebter. Die schnelle Zubereitung und gute Portionierbarkeit machen die Lebensmittel perfekt für den stressigen und vollgepackten Alltag. Daneben überzeugt der Frische-Tresor auch in Punkto Nährwerte, Frische und Geschmack: Durch das direkte Schockfrosten nach der Ernte werden diese natürlich konserviert und bleiben lange erhalten.
Damit der Genuss erhalten bleibt und die Gerichte möglichst schnell zubereitet werden können, ist das richtige Auftauen wichtig. Hierfür gibt es verschiedene Methoden um Lebensmittel richtig und sicher aufzutauen.

Die richtige Zeit für das Auftauen

Die erste Frage beim Auftauen ist: Wie lange braucht das jeweilige Lebensmittel zum Auftauen?
Das kommt ganz auf das gefrorene Lebensmittel an. Auch ist es wichtig, wie das Lebensmittel im Anschluss zubereitet werden soll. Wer plant einen Rohkostsalat zuzubereiten, muss das Gemüse komplett auftauen lassen, anders als wenn man das Gemüse sowieso kochen möchte.
Beim Auftauen im Kühlschrank sollte den Lebensmitteln eine ganze Nacht Zeit gegeben werden, damit alles richtig auftaut. In der Mikrowelle ist das Auftauen in der Regel innerhalb von zehn Minuten erledigt und auch im warmen Wasser sollte man ca. 10 Minuten für das Auftauen einberechnen. Im Topf hingegen braucht man für das Auftauen nicht mehr als ein paar Minuten. Wer seine Tiefkühlware bei Zimmertemperatur auftauen möchte sollte dafür mehrere Stunden einplanen.
Diese Richtwerte hängen natürlich von dem Lebensmittel und vielen weiteren Faktoren ab. Am besten macht man in diesem Bereich selbst Erfahrungen und findet so die richtige Zeit.

Die verschiedenen Methoden

Neben der Zeit ist die richtige Methode beim Auftauen entscheidend. Dabei hat man die Wahl zwischen Auftauen im Kühlschrank, bei Zimmertemperatur, in der Mikrowelle oder im Topf. Auch das Auftauen in warmem Wasser kann die richtige Methode sein, dabei sollte man das Wasser aber nicht zu sehr erhitzen, damit das Essen nicht schon beim Auftauen anfängt zu Garen. Bei der Wahl der richtigen Methode spielt wie beschrieben auch die Zeit eine wichtige Rolle. Das Auftauen im Kühlschrank braucht selbstverständlich deutlich mehr Zeit als im Topf. Eine weitere Alternative ist, dass die Lebensmittel noch gefroren verarbeitet werden. Bei Gemüse, welches sowieso gekocht werden muss, ist das kein Problem. Wenn es sich um Fleisch handelt, dass gebraten oder gegrillt werden soll ist das schon schwieriger. Hier sollte man die Hitze genau dosieren, damit das Fleisch außen nicht verbrennt oder innen noch roh oder sogar gefroren ist. Grundsätzlich sollte nach dem Auftauen einmal das Wasser vom Fisch und vom Fleisch abgetupft werden, damit es beim Braten nicht zu viele Spritzer gibt.
Roher Fisch auf einer glatten Fläche

Was lieber nicht eingefroren werden bzw. langsam aufgetaut werden sollte

Auch wenn Tiefkühlware viele Vorteile hat, gibt es einige Lebensmittel, die man nicht einfrieren sollte bzw. bei denen man gut aufpassen sollte, wenn man sie auftauen möchte. Dazu gehören zum Beispiel Hackfleisch oder Geflügel. Diese Lebensmittel bieten Bakterien besonders viel Angriffsfläche und sollten daher nicht lange bei Zimmertemperatur gelagert bzw. aufgetaut werden. Bei Fleisch eignet sich eher das Auftauen im Kühlschrank oder in der Mikrowelle. Um beim Fleisch zu prüfen, ob es noch genießbar ist, sollte man auf seine eigenen Sinne vertrauen. Der Geruchsinn und der Geschmacksinn werden einem in der Regel mitteilen, wenn ein Lebensmittel nicht mehr genießbar ist.

Was eignet sich besonders gut für das Einfrieren?

Einige Lebensmittel eignen sich besonders gut zum Einfrieren. Dazu gehören viele Gemüse- und Fischsorten. Lachs zum Beispiel lässt sich besonders gut einfrieren. Die Struktur und die Eigenschaften von dem Fisch sorgen dafür, dass dieser auch aufgetaut genauso gut schmeckt wie frisch vom Markt. Im Bereich Gemüse eignen sich vor allem die verschiedenen Kohlsorten und Blattgemüse für die Tiefkühlung, aber auch andere Gemüsesorten, darunter Erbsen und Möhren, können ohne Probleme eingefroren werden.
Tiefkühlware hat den zusätzlichen Vorteil, dass viel weniger Zeit bei der Zubereitung benötigt wird, da das Gemüse schon blanchiert und geschnitten wurde. Außerdem bleibt ein Großteil der Vitamine und Mineralien erhalten. Die gute Haltbarkeit der Vitamine macht das Einfrieren auch zu einer guten Methode für Obst. Da Beeren und anderes Obst in der Regel roh verzehrt werden, ist das Thema des Auftauens nicht entscheidend. Wenn das Obst noch gefroren ist, eignet es sich sehr gut für Eis oder andere kalte Nachspeisen und Smoothies. Das Einfrieren kann Lebensmittel also nicht nur länger haltbar machen, sondern auch den Speiseplan vielseitiger gestalten.

Wichtig ist nur eine altbekannte Küchen-Regel: Einmal aufgetaut sollte kein Lebensmittel mehr wieder eingefroren werden, das verringert die Qualität und auch das Genussvergnügen und kann im Zweifel als Rohverzehr auch gesundheitsschädlich sein.

Insgesamt ist Tiefkühlware eine sehr gute Alternative, wenn man einige Dinge und Tipps beim Auftauen beachtet und umsetzt. Die Vorteile sind vor allem, dass man die Lebensmittel gut portionieren kann und die Haltbarkeit und Lagerung besonders vorteilhaft sind. Wer sich für weitere Themen rund um Kochtipps, Ernährung, Rezepte und Gesundheit interessiert, kann gerne auf der iglo Übersichtsseite zum Thema Kochtipps vorbeischauen.