Ist Spinat gesund?

Spinat sei gesund und man solle immer seinen Teller aufessen. Das sind klassische Weisheiten, die Eltern ihren Kindern immer wieder über Gesundheit und Ernährung mitgeben. Zusätzlich zeigt die populäre Kinderserie Popeye, dass Spinat nicht nur gesund ist, sondern angeblich auch stark macht. Ein Vorbild mit Folgen: Durch die Kinderserie konnte nach der Erstausstrahlung in den 1930er Jahren in den USA der Konsum von Spinat um ein Drittel erhöht werden.

Auch wenn viele Legenden nicht immer richtig sind, beim Spinat treffen sie voll und ganz zu. Der folgende Artikel zeigt, warum Gemüse und Spinat gesund sind und welche Nährstoffe dafür verantwortlich sind.

Spinat mit Ei und Süßkartoffeln angerichtet

Spinat und sein Eisen

Spinat wird vor allem wegen des hohen Eisengehalts als wahres Wunder der Ernährung und gut für die Gesundheit angesehen. Allerdings beruht dieser Glaube auf einem Irrtum. Durch einen Kommafehler wurde der Gehalt bei den ersten Messungen zehnmal höher bewertet, als er eigentlich ist. Aber auch trotz Messfehler: Der Eisengehalt von Spinat (4,1 mg/ 100 g) ist höher als bei den meisten anderen Gemüsesorten (1,5 bis 2,9 mg/ 100 g).

Grundsätzlich unterscheidet man bei Eisenquellen zwei verschiedene Arten: das zweiwertige Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln und dreiwertiges Eisen aus tierischen Lebensmitteln. Zweiwertiges Eisen, wie es im Spinat und anderem Gemüse vorkommt, kann der Körper nur zu ungefähr vier bis zehn Prozent wirklich aufnehmen. Dreiwertiges Eisen dagegen können zu 25 bis 30 Prozent aus der Ernährung verwertet werden. Für diesen Unterschied wird hauptsächlich die Oxalsäure verantwortlich gemacht, die in Spinat enthalten ist und die Aufnahme von Eisen in das Blut hemmt. Um die Wirkung der Oxalsäure aufzuheben oder abzuschwächen, empfehlt es sich Spinat in Verbindung mit Vitamin C zu essen. So können noch mehr Nährstoffe aufgenommen werden. Gute Vitamin-C-Quellen sind Obst und Gemüse wie Orangen, Kiwi, Paprika oder Tomaten. Außerdem wird der Gehalt an Oxalsäure durch Kochen um 30 bis 80 % minimiert, was mehr für gekochten Spinat als Spinatsalat spricht.

Spinat mit Ei und Kartoffeln verspielt angerichtet

Spinat und die Muskeln

Popeye macht es vor: Spinat lässt die Muskeln wachsen und den gesamten Körper stärker werden. Ursache für die positive Wirkung ist der hohe Nitratgehalt von Spinat. Es ist bekannt, dass Nitrat und insbesondere das Abbauprodukt Nitrit negative Auswirkungen auf den Organismus haben können. Gleichzeitig bietet das Salz auch einige Vorteile für die Gesundheit: Nitrat sorgt dafür, dass die Muskelzellen genährt werden und gesund bleiben können, indem es die Mitochondrien, also die Kraftwerke unserer Zellen, stärkt.
Diese Funktion ist aber nicht nur wichtig für den Sport. Mitochondrien erzeugen Energie in jeder Zelle und sind somit mitverantwortlich dafür, dass sämtliche Körperfunktionen aufrechterhalten werden. Ebenso erhöht Nitrat die Konzentration von Proteinen, die in Muskeln enthalten sind und für deren Aufbau sorgen.

Einzelne Spinatblätter auf grünem Holz

Spinat gegen Übergewicht

In der heutigen Zeit sind besonders in Nordamerika und Europa immer mehr Menschen übergewichtig und leben wenig gesund. Das hat eine Reihe von Krankheiten zur Folge, die die Lebensqualität stark einschränken, das Leben verkürzen und das Gesundheitssystem belasten können. Übergewicht und somit viele der daraus resultierenden Krankheiten werden von einer Ernährung begünstigt, die zwar Fastfood und viel Zucker, aber nicht ausreichend Obst, Gemüse und andere vollwertige Nahrungsmittel beinhaltet. Besonders Gemüse und vor allem Spinat können helfen, die Ernährung ausgewogen zu gestalten und gleichzeitig gesund abzunehmen.

Spinat hat eine geringe Kaloriendichte. Zudem verlangsamt der enthaltene Stoff Thylakoid den Verdauungsprozess und gibt dem Körper so ein längeres Sättigungsgefühl. So können Heißhungerattacken verhindert werden, die viele Menschen beim Abnehmen oft weit zurückwerfen. Man nimmt nicht nur besser ab, sondern fühlt sich auch weniger hungrig. Der regelmäßige Verzehr von Spinat kann laut einer Studie der Lund Universität auch dazu beitragen, den Cholesterinspiegel im Blut zu senken. Cholesterin wird mit vielen stark zunehmenden Krankheiten wie Diabetes und einem hohen Blutdruck in Zusammenhang gebracht und das wird durch Übergewicht begünstigt.

iglo Spinat mit dem Blubb Verpackung

Weitere Gründe warum Spinat gesund sein kann

Neben diesen gewichtigen Vorteilen können die vielfältigen, im Spinat enthaltenen Nährstoffe noch viele kleine positive Auswirkungen auf die Gesundheit und den Körper haben. Beispielsweise ist Spinat gut für die Augen: Die enthaltenen Beta Carotine werden im Körper mit Hilfe von Fett zu Vitamin A umgewandelt, das vor freien Radikalen und altersbedingten Augenkrankheiten schützen kann. Außerdem hat Spinat einen hohen Anteil in Bezug zum Tagesbedarf an Vitamin K (100%), Kalium (28%) , Magnesium (22%) und Vitamin C (28%). Mit einer Schüssel des grünen Gemüses lässt sich so ein Großteil des Tagesbedarfs abdecken.

Zusätzlich liefert Spinat eine große Anzahl von Galaktolipiden. Sie wirken entzündungshemmend und können laut mehrerer Studien die Entwicklung von Krebszellen erschweren. Auch wenn es heute die Möglichkeit gibt, die positive Wirkung mit einem Spinatextrakt zu erreichen, geht nichts über eine vollwertige, leckere und gesunde Ernährung. Sie sorgt dafür, dass Nährstoffe nicht isoliert sondern im Verbund aufgenommen werden, was insgesamt bessere Auswirkungen auf die Gesundheit hat.

Spinatblätter von oben

Kann Spinat auch gefährlich für die Gesundheit sein?

Oftmals bedenklich eingestuft wird auch der verhältnismäßig hohe Nitratgehalt. Die Pflanzen nehmen das natürlich vorhandene oder durch Dünger zugeführte Salz sehr schnell aus dem Boden auf. Einmal mit der Ernährung aufgenommenes Nitrat kann bei der Verdauung in Nitrit und in Verbindung mit Eiweiß schließlich in Nitrosamine umgewandelt werden, was gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Vitamin C reduziert die Nitrosaminbildung im Körper und somit kann der Vitamin C reiche Spinat als Teil einer vollwertigen Ernährung genossen werden. Weiterhin wird der Nitratgehalt deutlich durch die Zubereitung gesenkt.

Tiefgekühlter Spinat beispielsweise wird nach der Ernte blanchiert, was den Nitratgehalt im Spinat deutlich senkt. Für Erwachsene ist Nitrat generell ungefährlich und durch das Befolgen von einfachen Tipps für das Aufwärmen von Spinat und die Ernährung von Kindern kann man gar nichts falsch machen.

Die von Eltern weitergegebene Empfehlung, öfter Spinat zu essen und so seine Gesundheit zu stärken, stimmt also. Tiefkühlspinat ist eine gute Alternative, um einerseits schnell und zeitsparend zu kochen und andererseits den Nitratgehalt im Gemüse niedrig zu halten. iglo Spinat stammt aus nachhaltigen Anbau, der den hohen Nährstoffgehalt fördert. Durch das blitzschnelle Tiefgefrieren bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten. Erfahre mehr zu den Unterschieden zwischen tiefgekühltem und frischem Spinat sowie weiteren spannenden Themen rund um Spinat.