Grünkohl variantenreich zubereiten und genießen

Herb-würzig und süß-mild zugleich: So kann nur Grünkohl schmecken. Das auch als Braun-, Kraus- oder Winterkohl bekannte Gemüse zeichnet sich durch einen besonderen Geschmack aus, der deftig und mild zugleich ist. Zudem stecken viele Nährstoffe in Grünkohl und seine Zubereitung ist relativ einfach.
Es gibt also viele Gründe, den tiefgrünen Kohl regelmäßig zu servieren – als delikate Beilage oder als Hauptgericht. Grünkohl lässt sich vielfältig zubereiten: klassisch-deftig, exotisch oder trendy in einem Smoothie. Für Inspiration sorgen die folgenden Rezeptbeispiele.
Hände die Grünkohl in einem Korb berühren

Grünkohl: Ein Gemüse mit Geschichte

Viele Menschen in Deutschland kennen Grünkohl als typisches Wintergemüse, er wird vor allem in der Region an der Nordseeküste gegessen. Dort war er aber nicht immer zu Hause. Grünkohl stammt ursprünglich aus dem griechischen Mittelmeerraum, wo er bereits in der Antike gegessen wurde. Von dort gelang der Grünkohl in die Küchen der Römer, wo er als Sabellinischer Kohl bekannt und beliebt war. Im 16. Jahrhundert hatte die zu den Kreuzblütlern gehörende Kohlart schließlich ihren Weg über die Alpen und in die Kochtöpfe des Nordens gefunden.

Wer einmal während der Grünkohlzeit – vom Spätherbst bis zum Frühjahr – in Niedersachen oder Bremen war, weiß, dass der grüne Kohl dort geradezu zelebriert wird. Grünkohlessen sind im Norden ein gesellschaftliches Ereignis und jede Region hat ihre eigenen Vorlieben, was die zum deftigen Grünkohl servierten Wurst- und Fleischsorten angeht. Salz-, Pell- oder Bratkartoffeln und ein Gläschen Schnaps für die bessere Verdauung machen das Grünkohlessen komplett.

Nudeln mit Garnelen und Grünkohl zubereitet

Seine Rolle als Hauptakteur in einer sich über mehrere Stunden hinziehenden Mahlzeit spielt der Grünkohl ausgezeichnet. Zur Tradition des Winteressens passt wunderbar die Legende, dass der Winterkohl erst richtig gut schmeckt, wenn er Frost abbekommen hat. Den frostigen Temperaturen soll der Grünkohl nämlich seinen delikaten, leicht süßlichen Geschmack verdanken. Allerdings stammt dieses Aroma vom Zucker in den Kohlblättern, der bei Sonnenlicht aus Stärke gebildet wird. Deshalb ist für den Geschmack weniger die Temperatur ausschlaggebend, sondern wie lange der Kohl auf dem Feld wuchs. Auch enthalten manche Grünkohlsorten generell mehr Bitterstoffe als andere.

Seine Rolle als traditionelles Nordgemüse hat der Grünkohl inzwischen weitgehend abgestreift. Als Kale (das englische Wort für Grünkohl) ist er inzwischen eine Trendzutat in grünen Säften und Smoothies, in Salaten und Buddha Bowls. Auch pur wird er gerne genossen: Fein geraspelte und im Ofen gebackene Grünkohlblätter verwandeln sich in knusprige, würzige Kale-Chips. Ähnlich wie Hülsenfrüchte hat der Grünkohl in den letzten Jahren also eine kleine Renaissance erlebt, weil ihn vor allem die junge Generation für sich entdeckt hat. Der Grund dafür sind sein delikater Geschmack sowie die geballte Ladung an Nährstoffen, die in ihm stecken.

Hand greift in einen Korb mit Grünkohl

Was steckt im Grünkohl?

Grünkohl enthält zahlreiche Nährstoffe, die für den Körper ausgesprochen wichtig sind. Beispielsweise Vitamin C, das die Funktion des Immunsystems unterstützt, sowie Vitamin A, das wichtig für die Sehkraft ist. Grünkohl enthält zudem Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium und Eisen und nicht zuletzt ist er sehr kalorien- und fettarm.

Der Geschmack ist also nicht das einzige Argument dafür, Grünkohl öfter zu kochen. Aus ihm lassen sich keineswegs nur deftige, reichhaltige Gerichte zaubern, sondern auch leichte, erfrischende – schließlich lässt sich Grünkohl auf sehr viele Arten zubereiten. Es gibt so viele Rezepte für Grünkohl, dass für jeden Geschmack ein passendes dabei ist. Von den Nährstoffen profitiert der Körper in jedem Fall.

Grünkohl Ravioli auf Teller

Wie wird Grünkohl zubereitet?

Wer in der Wintersaison frischen Grünkohl kauft, sollte darauf achten, dass die Blätter dunkel sind und keine trockenen oder welken Spitzen aufweisen. Es lohnt sich viel zu kaufen, denn frischer Grünkohl fällt beim Kochen stark zusammen. Vor dem Kochen muss der Kohl gründlich gewaschen werden, denn zwischen den krausen Blättern befinden sich oft Sand- und Erdkrümel. Anschließend werden die Blätter von dem harten Strunk befreit, den man nicht mitessen kann, und schließlich zerkleinert.

Grünkohl wird üblicherweise geschmort oder gedünstet, oft mit einem Stück Speck und Gewürzen, die dem Gemüse einen deftigen Geschmack verleihen. Besonders zart wird der Kohl, wenn man ihn vor dem Anschmoren blanchiert. Die Kochzeit für frischen Grünkohl beträgt dennoch meistens über eine Stunde. Erst dann hat der Kohl die richtige Konsistenz.

Ganz leicht gelingt die Zubereitung, wenn man zu Tiefkühl-Grünkohl greift. Dieser ist ebenso nährstoffreich wie Frischware, und bereits gewaschen und geputzt. Zwar ist gefrorener Grünkohl nicht für frische Salate oder Kale-Chips verwendbar, für alle anderen Rezepte ist er jedoch ideal. Sogar für die Zubereitung eines erfrischenden und nährstoffreichen Smoothies ist gefrorener Grünkohl geeignet. Dafür wird einfach etwas gefrorener Kohl mit süßem Obst wie Mangos, optional Datteln und etwas Flüssigkeit wie Wasser oder Orangensaft in einem Mixer püriert. Durch das Tiefkühlgemüse spart man sich sogar die Zugabe von Eiswürfeln.

Wer Grünkohl traditionell genießen will, bereitet ihn mit angeschmorten Zwiebeln, Schmalz und Pinkel (eine feste Kochwurst), Kassler oder Bregenwurst zu. Vegetarier ersetzen Schmalz und Fleisch einfach durch Öl und Räuchertofu. Außerdem kommen Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe hinzu – ein klassisches Grünkohlgericht verträgt viel Würze. Ein wenig Kümmel macht das deftige Essen bekömmlicher.Neben den norddeutschen Klassikern gibt es aber noch unzählige weitere Rezepte für Grünkohl.
In der asiatischen Küche wird Grünkohl beispielsweise mit Ingwer, Kokosnuss und Gewürzen oft im Wok zubereitet. Auch zu italienischen Gerichten passt Grünkohl hervorragend. Beispielrezepte sind Riesen-Grünkohl-Ravioli mit Parmesansoße und Linguine mit Grünkohl-Pesto und Garnelen.
iglo Grünkohl Verpackung

Grünkohl ist unkompliziert – besonders als Tiefkühlware

Er schmeckt köstlich, ist kalorienarm und enthält viele Vitamine und Mineralstoffe – es lohnt sich also, Grünkohl öfter zu essen. Schließlich ist ein geselliges Grünkohlessen keineswegs nur den Nordlichtern vorbehalten. Das Wetter kann auch gar nicht zu warm für ein Grünkohl-Gericht sein, denn der Grünkohl entfaltet sein wunderbares Aroma in Rezepten aus vielen Regionen der Welt. Es bietet sich an, ein paar davon auszuprobieren, wenn einem der Sinn mal nach etwas anderem als einem klassisch-deftigen Grünkohltopf steht.

Der einzige Nachteil an Grünkohl ist das zeitaufwendige Waschen und Putzen. Wer zu Tiefkühlware greift, spart sich diesen Schritt und genießt den vollen Geschmack und alle Nährstoffe des Wintergemüses. Der grob gekackte Grünkohl von iglo lässt sich mit unzähligen Gewürzen und Lebensmitteln zu immer wieder neuen Gerichten kombinieren. Wer am liebsten jedoch ganz klassisch zubereiteten Grünkohl mag, greift zum Grünkohl fix & fertig, der bereits mit Gewürzen und Zwiebeln angemacht ist.