Bohnensorten: Bunte Abwechslung an köstlichen Hülsenfrüchten

Wer sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren möchte, der sollte regelmäßig Bohnengemüse auf den Speiseplan setzen. Ob zu einem Salat verarbeitet, als Beilage zu einem deftigen Sonntagsbraten oder als Hauptbestandteil eines schmackhaften Eintopfes: Die Bohnenpflanze ist ein Allrounder in der deutschen und internationalen Küche.
Doch was zeichnet den Allrounder aus? Welche Bohnensorten gibt es? Wo kommen die unterschiedlichen Bohnensorten her? Und wie lassen sich Bohnen am besten zubereiten? Diese und andere Fragen werden im Folgenden behandelt.
Frische Bohnen in Händen

Bohnen: Definition und Herkunft

Die Bohne zählt zu den Hülsenfrüchten. Als Bohne werden sowohl die runden, teilweiße länglichen oder nierenförmigen Samen als auch die umgebende Hülse mitsamt der eingeschlossenen Samen (grüne Bohnen, Prinzessbohnen) sowie die gesamte Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) bezeichnet. Damit gehört sie zu den Grundnahrungsmitteln in vielen Ländern, denn Hülsenfrüchtler gelten dank ihrer Sortenvielfalt als äußerst wandelbar, schmackhaft und sättigend. Sie sind Bestandteil zahlreicher Gerichte, die auf der ganzen Welt bekannt sind. Neben Bohnen gehören auch Erbsen, Linsen, Soja und Erdnüsse zu den Hülsenfrüchten.

Egal, ob als frische, eingekochte oder getrocknete Bohnen – die Vielfalt in Form, Größe und Farbe könnte bei Bohnen kaum größer sein. Wurde die Bohne früher als Lebensmittel für arme Leute abgetan, wissen heute viele Menschen den Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Bohnensorten sehr zu schätzen.

Zubereitetes Curry von oben

Die weltweit wichtigsten Anbaugebiete von Bohnen sind Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika. In Europa ist vor allem der Anbau der Acker- und Gartenbohne üblich. Erhältlich ist das grüne Gemüse im Gemüseregal oder als tiefgekühltes Naturgemüse frisch vom Feld. Der Vorteil von Tiefkühlkost: Der Vitamingehalt des Gemüses bleibt lange erhalten.

Zu den hierzulande beliebten Gartenbohnen zählen in erster Linie die Stangen- und Buschbohnen. Beide Gruppen der Gartenbohne können eine gelbe, grüne oder blaue Farbe sowie eine runde, breite oder flache Form haben. Die typische Erntezeit der Gartenbohne beginnt Anfang Juni und endet im Oktober. Als klassische grüne Bohne gelten alle grünen Bohnensorten der Gartenbohne. Sehr beliebt aufgrund ihrer Zartheit sind die grünen Prinzessbohnen.

Welche Bohnensorten gibt es?

Die Auswahl an Bohnensorten ist groß und letztlich hängt es vom persönlichen Geschmack und dem jeweiligen Gericht ab, für welche man sich entscheidet. Mehr als 700 Varianten existieren: So gibt es Bohnen von weißer, gelber, blauer, roter bis hin zu brauner und schwarzer Farbe. Oftmals ermöglicht schon allein der Name der jeweiligen Bohnensorte Rückschlüsse auf Aussehen und Geschmack. Zu den beliebtesten Bohnensorten gehören unter anderem:

  • Ackerbohne: Sie ist rund oder nierenförmig, stammt aus Asien und ist mild-nussig im Geschmack. Ihre Hülse ist sehr fest und dick.
  • Augenbohne: Sie ist sehr klein und vor allem in Afrika zu finden. Der auffällige Fleck auf der Schale sieht aus wie ein Auge und führte zum Namen dieser Sorte.
  • Borlotti-Bohne: Sie ist mittelgroß und stammt aus Mittel- und Südamerika. Das Besondere an ihr ist – neben ihrem süßlichen Geschmack – die Farbveränderung beim Kochen. Aus den braunen Bohnen in weißer Hülle, die mit kleinen schwarzen und rosafarbenen Sprenkeln versehen sind, werden beim Kochen rote Bohnen, die den Kidneybohnen zum Verwechseln ähnlich sehen. Heute ist die Borlotti-Bohne sehr beliebt in Italien. Dort heißt sie „fasioli borlotti“.
  • Cannellini-Bohne: Sie ist klein und weiß, hat eine längliche Form, schmeckt mild und stammt aus Italien. Dort gilt sie als wahre Spezialität, die als „fahiola cannellini“ oder „faziola“ bekannt ist. Vorwiegend gibt es diese Bohnensorte in der Toskana, in Umbrien und im Piemont. Durch das Kochen erhält die Cannellini-Bohne eine cremige, mehlige Konsistenz. Sie schmeckt leicht nussig.
  • Feuerbohne: Sie zählt zu den größeren Bohnensorten, kommt aus Mittelamerika und hat einen dezent-würzigen, nussigen Geschmack. Optisch zeichnen sich ihre Kerne durch eine schwarze, braune, violette oder rot gefleckte Farbgebung aus. Kleinere Kälteeinbrüche können ihr nichts anhaben.
  • Gelbe Bohne: Sie ist auch bekannt als Wachsbohne, sehr schlank und länglich geformt und unterscheidet sich von der grünen Bohne nur durch die gelben Hülsen bei der Reife. Die aus Amerika stammende Bohne ist aufgrund ihrer zarten Konsistenz und ihres milden Geschmacks sehr beliebt. Es gibt sie selten als Stangen- aber in der Regel als Buschbohne im Handel.
  • Grüne Bohne: Sie ist der Klassiker unter den Bohnen. Wie die gelbe Bohne stammt sie ursprünglich aus Amerika und ist als Busch- oder Stangenbohne vorzufinden. Auch hinsichtlich ihrer Form ähnelt sie den gelben Bohnen. Da ihre Hülse sehr fein ist, lässt sich die grüne Bohne hervorragend mitsamt ihrer Hülse verarbeiten.
  • Kidneybohne: Sie hat eine nierenförmige Form, was auch ihren Namen erklärt, denn das englische Wort für „Niere“ lautet „kidney“. Die Kidneybohne kommt aus Peru und schmeckt süß-würzig. Bekannt ist sie vor allem als Bestandteil des Gerichts Chili con Carne. Dank ihrer kräftig roten Farbe ist die Kidneybohne auch als rote Bohne bekannt. Genießbar sind lediglich die Kerne der Bohnen.
  • Limabohne: Sie gehört zu den großen Bohnensorten, weshalb sie häufig auch Riesenbohne genannt wird. Sie stammt wie die Kidneybohne ursprünglich aus Peru. Sie hat eine mehlige Konsistenz und einen milden Geschmack.
  • Prinzessbohnen: Sie sind auch bekannt als Delikatessbohnen. Da sie bereits sehr jung geerntet werden, sind Prinzessbohnen sehr zart und klein. Aus diesem Grund werden sie in Gerichten mit Hülse verarbeitet – insbesondere in Suppen.
  • Sojabohne: Die Sojabohne gibt es in verschiedenen Varianten, zum Beispiel klein oder auch länglich. Sie stammt aus China und zeichnet sich durch ein nussiges Aroma aus. Sie ist unter anderem deshalb so beliebt, weil sie die Basis für Tofu, Soja-Drinks, Sojasauce, Sojaöl und viele weitere Produkte bildet.
  • Schwarze Bohne: Sie ist oval geformt und recht schmal, stammt aus Mexiko und schmeckt sehr süßlich. Unter der dunklen Schale befindet sich ein heller Kern. In Lateinamerika sind schwarze Bohnen eines der Grundnahrungsmittel. Sie passen hervorragend zu scharfen Gewürzen und exotischen Gerichten. Durch ihren starken Eigengeschmack lassen sich aus ihnen auch schmackhafte Dips und Brotaufstriche herstellen.
rohe Bohnen in einer Hand

Welcher Unterschied besteht zwischen Busch- und Stangenbohnen?

Die Unterscheidung in Busch- oder Stangenbohnen bezieht sich vorwiegend auf deren Wuchsform. Buschbohnen wachsen als kleiner Busch, der selbstständig in der Lage ist zu stehen und bis zu 60 Zentimeter in die Höhe ragen kann. Sie sind etwas weniger ertragreich als Stangenbohnen. Da die einzelnen Büschchen jedoch dichter angepflanzt werden können, gleicht die höhere Pflanzenanzahl die Erträge aus.

Zu den Stangenbohnen zählen viele Bohnensorten, die eine Stange als Rankhilfe benötigen. Daran befestigt, wachsen sie problemlos bis zu drei Meter in die Höhe und sind gleichzeitig ein dekorativer Sichtschutz im Garten. Stangenbohnen sind sehr ertragreich. Die feinen, knackigen Bohnen schmecken besonders gut, wenn sie frisch nach der Ernte zu einem Eintopf zubereitet werden. Ein vorheriges Entfernen der Hülse ist nicht nötig.

Kichererbsen in einer kleinen Schale

Inhaltsstoffe der verschiedenen Bohnensorten

Außer durch ihre geschmacklichen Vorzüge überzeugen die einzelnen Bohnensorten auch durch ihre Inhaltsstoffe: Laut des Nutrient Reference Values (NRVs) der European Food Safety Authority (EFSA) sind beispielsweise grüne Bohnen eine gute Quelle an Vitamin C. Bei allen getrockneten Hülsenfrüchten ist bekannt, dass sie sich durch einen hohen Proteingehalt auszeichnen. 100 Gramm Kidneybohnen beinhalten zum Beispiel rund 22 Gramm Protein. Dank eines ähnlich hohen Ballaststoffgehalts sind die Bohnen zudem besonders sättigend.

Die Nährwerte von Bohnen überzeugen darüber hinaus durch ihren äußerst geringen Fettanteil. Zwar schwankt der Fettgehalt von Sorte zu Sorte, aber der Anteil ist in nahezu allen Bohnensorten verschwindend gering.

Die richtige Zubereitung von Bohnen

Einige Bohnen lassen sich problemlos mit Hülse zubereiten. Bei Bohnensorten, die fester sind, ist es jedoch ratsam, die Kerne der Bohnen zunächst aus den Hülsen zu entfernen. Wichtig bei allen Bohnensorten ist, dass sie nicht roh verzehrt werden sollten. Das Kochen oder Braten der Bohnen sorgt dafür, dass die Lektine im Gemüse, die sich negativ auf den menschlichen Organismus auswirken können, zersetzt werden. Besonders schonend ist die Zubereitung im Dampfgarer. Viele wertvolle Inhaltsstoffe bleiben dadurch im Gemüse erhalten.

Bohnenvielfalt zu jeder Jahreszeit

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Der Kreativität sind beim Kochen mit Bohnen kaum Grenzen gesetzt. Die vielen Bohnensorten lassen ein breites Spektrum an Kombinationsmöglichkeiten zu. Die dicken Bohnen in Rahm lassen sich zum Beispiel ebenso gut wie die Gemüse-Idee Grüne Bohnen mit Speck zu einer Vielzahl an kunterbunten Bohnenrezepten zubereiten. Wie wäre es außerdem mit schmackhaften Butterbohnen, einem köstlichen Eintopf oder Bohnen im traditionellen Speckmantel?