Faux Carbs: Pasta, Pizza und mehr als Lower-Carb-Variante

Faux Carbs: Pasta, Pizza und mehr als Lower-Carb-Variante
Ein Teller Spaghetti, Pommes Frites am Imbissstand als schneller Snack oder eine fluffig-knusprige Pizza zum gemütlichen Fernsehabend – wer könnte dazu schon nein sagen? Für Pizza- und Pasta-Fans, die auf Dauer ein wenig Kohlenhydrate einsparen möchten, sind sogenannte Faux Carbs eine tolle Möglichkeit, ihre Mahlzeiten ausgewogener und nahrhafter zuzubereiten.

Wir verraten, was genau dahintersteckt und weshalb man dank Faux Carbs nicht auf seine Lieblingsgerichte verzichten muss.

 

Was versteht man unter Faux Carbs?

Jeder, der abnehmen, sein Wohlfühlgewicht halten oder sich einfach etwas ausgewogener ernähren möchte, setzt sich früher oder später mit dem Thema Kohlenhydrate auseinander. Kohlenhydrate werden in „gute“ und „schlechte“ unterteilt. Ob ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel in die Kategorie „gut“ oder „schlecht“ eingeordnet wird, hängt von der Komplexität seiner Kohlenhydratstruktur ab. Während der Körper die Kohlenhydrate in Weizennudeln, Weißbrot oder Pizzateig schnell verwerten kann, sind die Kohlenhydrate in Gemüse und Vollkornprodukten deutlich komplexer. Letztere gelten als „gut“, denn es dauert länger, bis der Körper sie vollständig aufgespalten und verwertet hat. Komplexe Kohlenhydrate machen daher länger satt, Heißhungerattacken kommen seltener vor.

 

Doch was sind nun Faux Carbs (Faux Carbohydrates)? Auf Deutsch bedeutet die Bezeichnung so viel wie „unechte Kohlenhydrate“. Wer an Kohlenhydrate denkt, der hat vor allem typische Weizenprodukte wie Nudeln oder helles Brot, eventuell auch Reis oder Pommes Frites vor Augen. Bei Faux Carbs handelt es sich um kohlenhydratarmes Gemüse, das mit einigen Kniffen so zubereitet wird, dass es wie Reis oder Pizzateig aussieht und auch so verwendet werden kann. Allerdings ist die Kopie deutlich nahrhafter als das Original. Mit Gemüse gaukeln wir unserem Auge demnach mittels bestimmter Zubereitungsmethoden „schlechte“ Kohlenhydrate vor, tatsächlich ernähren wir uns aber viel ausgewogener.

Vor allem Blumenkohl eignet sich perfekt für Faux-Carbs-Gerichte. Geschmacklich stehen diese Reis, Nudeln oder einem Kartoffelpüree in nichts nach. Ähnlich wie beim Prinzip von Lower Carbs (Lower Carbohydrates) – auf Deutsch: weniger Kohlenhydrate – ist es das Ziel einer Ernährung mit Faux Carbs, möglichst wenige Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Damit der Körper trotzdem ausreichend Energie bekommt, werden Proteine und gesunde Fette als Energiequellen genutzt.
Der Trick dabei: Ab und zu einen Cheat-Day einlegen. Es spricht nichts dagegen, sich gelegentlich eine Portion Pasta zu gönnen, einen saftigen Burger zu genießen oder Chips zu knabbern. Wer mag, greift dafür auf die Vollkornalternative, Hülsenfrüchte oder Pseudogetreide wie Quinoa zurück.

Leckere Gerichte mit Faux Carbs kreieren

Gemüse steckt voller hochwertiger Inhaltsstoffe, es ist glutenfrei und damit auch für Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit geeignet. Nicht zuletzt liegen kreativ mit Gemüse zubereitete Mahlzeiten absolut im Trend. So bereitet man Mahlzeiten-Klassiker in einer Faux-Carb-Variante zu:

Bunte Pasta aus Gemüse

Aus Gemüse lassen sich zum Beispiel mithilfe eines Spiralschneiders innerhalb weniger Minuten bunte Gemüsenudeln herstellen. Das Gemüse dafür sollte fest und nicht zu klein sein. Geeignet für Gemüsespaghetti sind unter anderem Zucchini, Karotten, Rettich, Kohlrabi und Süßkartoffeln. Wer keinen Spiralschneider zur Hand hat, schneidet das Gemüse mit einem Messer in schmale Streifen. Anschließend wird es etwa drei Minuten in kochendem Wasser oder kurz mit etwas Öl in der Pfanne gegart.

Reis und Couscous aus Blumenkohl

Reis und Couscous sind aus appetitlichen Bowls nicht wegzudenken. Warum sie also nicht einmal als Faux-Carbs-Variante ausprobieren? Die Herstellung ist einfach und schnell: Zunächst den Blumenkohl gründlich waschen und dann entweder mit einer Küchenreibe oder in einer Küchenmaschine kleinraspeln. Anschließend die Raspeln in einem trockenen, sauberen Küchentuch gut auspressen, damit das Gemüse so viel Wasser wie möglich verliert. Zum Schluss den Blumenkohlreis einige Minuten mit etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und bei geschlossenem Deckel garen lassen. Fertig ist eine kohlenhydratarme Beilage für zahlreiche Gerichte. Wer mag, würzt den Blumenkohlreis mit etwas Salz und Pfeffer oder lässt ihn für die weitere Zubereitung mit Gemüse, Tofu oder Hähnchen in der Pfanne.

 

Die Zubereitung von Blumenkohlcouscous verläuft ähnlich. Man lässt beim Garen in der Pfanne lediglich den Deckel weg, damit ein würziges Röstaroma entsteht. Während des Röstens zerstoßene Nüsse oder Cashewkerne hinzugeben, alles mit etwas Salz, Pfeffer und Limetten- oder Zitronensaft würzen und schon ist der Faux-Carbs-Couscous fertig.

Faux-Carbs-Pizzateig

Für einen Pizzateig aus Gemüse sind Gemüsesorten mit neutralem Geschmack die beste Wahl; so kommt der Belag besser zur Geltung. Für ein Blech Pizza etwa 220 Gramm Blumenkohl fein reiben und einige Minuten vorgaren, zum Beispiel in der Mikrowelle. Nun den Backofen auf 180 bis 200 Grad vorheizen und währenddessen eine Knoblauchzehe, etwa 180 Gramm Käse, einen Teelöffel beliebige Kräuter, einen halben Teelöffel Salz und ein Ei vermengen und mit den Blumenkohlraspeln vermischen. Anschließend ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Teig darauf verteilen und für etwa 15 Minuten im Backofen backen. Anschließend kann der mit beliebigen Zutaten belegt werden. Zum Schluss noch mal etwa 10 Minuten backen.

 

Tipp: Auch Zucchini eignen sich als Grundlage für einen Pizzateig. Der Unterschied bei der Zubereitung liegt darin, dass Zucchini nicht vorgegart werden, sie sollten vorher aber etwa 10 Minuten in Wasser ziehen. Vor dem Vermengen mit den übrigen Zutaten die Zucchini gründlich mit einem sauberen Stofftuch ausdrücken und wie oben beschrieben weiterverarbeiten.

 

 

Köstliche Faux-Carbs-Ideen von iglo

Von iglo gibt es die perfekten Produkte für Faux-Carbs-Gerichte: Gemüse wie Brokkoli, Spinat oder Grünkohl lässt sich schnell zubereiten, weil es bereits gewaschen und zerkleinert schockgefroren wurde. Dank der Tiefkühlkonservierung bleiben Vitamine und andere wertvolle Nährstoffe weitgehend  erhalten.

 

Ausgewogene, kreative und bereits fertige Gemüsemischungen bietet die Veggie Love-Produktreihe. Die Gemüsekreationen sind ideal sowohl als Beilage als auch als Hauptgericht – auch, wenn einmal nicht so viel Zeit zum Kochen bleibt. Die Gemüsemischungen lassen sich in der Pfanne und in der Mikrowelle zubereiten. Sie überzeugen durch ihren dezent gewürzten Geschmack, denn sie kommen ganz ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker aus.

 

Besonders die Veggie Love-Mischung mit Blumenkohlreis ist in Kombination mit Karotten, grünen Bohnen, Kidneybohnen, Erbsen, Sojabohnen und einer roten Zwiebel ein leckeres und vollwertiges, aber trotzdem leichtes Gericht. Sie beschert Flexitariern, Vegetariern und Veganern gleichermaßen eine Gaumenfreude.